Nachruf für Gerold Gode

Leider muss ich den beiden Gemeindeteilen an der Costa del Sol mitteilen, dass unser langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter Gerold Gode am 04. Mai 2026 im Alter von 80 Jahren in Großefehn in Ostfriesland gestorben ist.

Gerold ist im Jahr 1999 zusammen mit seiner Frau Elke an die Costa del Sol gekommen. Die beiden lebten zunächst in Mijas, später dann 24 Jahre lang in der Nähe von Alcaucin, in der Axarquia gelegen.

Da Gerold und Elke Prädikanten waren und des Öfteren Gottesdienste gestaltet haben, waren sie sowohl in Torrox als auch in Marbella bekannt und sehr geschätzt.

24 Jahre lang ist Gerold Gode ehrenamtlich, hauptsächlich in El Morche, tätig gewesen. Er war ein sehr kompetenter und verlässlicher Mitarbeiter. Auf ihn und seine Meinung wurde großen Wert gelegt. Sehr liebevoll wurde der Gottesdienstraum in El Morche von ihm und seiner Frau vorbereitet. Sehr authentisch hat er die Liturgie vorbereitet und vorgetragen. Die jeweiligen Pfarrer, die in seiner Zeit tätig waren, Friedhelm Peters, Christof Meier, Manfred Otterstätter und ich waren sehr froh, ihn als Mitarbeiter und verlässlichen Ratgeber in vielen Fragen zu haben. Durch seine ruhige und verlässliche Art konnte er so manchen Konflikt lösen und beruhigen. Hervorzuheben ist vor allem seine Integrationsfähigkeit. Wenn Menschen zum ersten Mal in unsere Gemeinde gekommen sind, hat er sie wahrgenommen und begrüßt, ja nicht nur das, er hat die Pfarrer darauf aufmerksam gemacht, so dass Neuzugänge integriert werden konnten. Das Gleiche gilt, wenn Menschen, die schon länger bei uns waren, nach längerer Zeit wiedergekommen sind oder nur einfach zu Besuch waren.

Dies von ihm zu lernen, ist mir wichtig gewesen.

Für beide Gemeindeteile ist es sehr wichtig gewesen, dass Gerold in der schweren Zeit der Pandemie an die Mitglieder beider Gemeindeteile wöchentlich geistliche Impulse geschickt hat, die mit großem Interesse und mit Freude gelesen wurden. Dadurch hat er dazu beigetragen, dass unsere Gemeinde in dieser schweren Zeit zusammengehalten wurde.

Im Mai 2024 mussten sich die beiden aus gesundheitlichen Gründen von uns verabschieden, da sie zurück nach Deutschland gegangen sind. Eine würdige Verabschiedung, die ich gerne für ihn und Elke gestaltet hätte, konnte leider nicht stattfinden. Das finde ich sehr schade.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Elke, deren Leben sich durch diesen Tod verändert hat.

Wilfried Steinke, Pfarrer